Mitte des 19. Jahrhunderts entdeckte der damalge Ernzener Pastor Philipp Meyer eine Grube in der Felsenzone des Lias links am Weg von Ernzen hinab zum Sauertal. Er erfasste eine Quelle, legte ca. 300 m Wasserleitung und baute, größtenteils eigenhändig und mit eigenen Mitteln, Treppen und Umgänge ein, mit dem Ziel dort einen Karpfenteich anzulegen. Das Werk gelang, aber der wirtschaftliche Erfolg durch den Karpfenteich trat nicht ein. Jedenfalls hat Ernzen der Idee seines damaligen Pastors eine seiner schönsten Sehenswürdigkeiten zu verdanken. ...
An diesem Ort säumen beeindruckende Sandsteinklippen den schmalen Weg von Weilerbach nach Ernzen. Den Namen "Schweineställe" erklärte man sich so, daß diese Stelle, am Ein- und Ausgang abgeriegelt, einen guten Viehpferch abgibt, in dem die Schweine die vorhandenen Eicheln fressen konnten.
Althochdeutsch bedeutet "sweiga" Weide, "stal" Stelle und so wird der Name "Schweigestelle" ebenfalls als Viehweide gedeutet.
In einen der Felsen ist die Inschrift Artioni Biber tief eingemeißelt. Ein Einheimischer namens Biber hat in römischer Zeit hier wohl sein Gelübde gegenüber der Artio, einer keltischen b ...
Der Weihetempel aus dem 2. Jh. n. Chr. besteht aus einem Altar mit Inschrift und einer kleinen Kapelle, die die leider nicht erhaltene Kultstatue erhielt. Geweiht das Denkmal dem Gott Intarabus, einem einheimischen Gott, der dem Mars gleichgesetzt wurde. ...